Trotz eisiger Temperaturen und schneidendem Wind fanden sich in diesem Jahr 25 Vereinsmitglieder und rund 250 bis 300 Interessierte und Zuschauer ein, um gemeinsam der Opfer des Bauernaufstandes von 1705 zu gedenken. Sehr erfreulich war auch die Teilnahme von Vertretern des Bezirksausschusses sowie unserer Freunde vom Trachtenverein „Schmied von Kochel“.
Der traditionelle Weg führte durch die Straßen rund um die Alte Sendlinger Kirche. Besonders die zugige und teils vereiste Daiserstraße forderte von den Teilnehmern des Fackelzugs volle Konzentration.
Bei der anschließenden Kranzniederlegung auf dem verschneiten alten Friedhof hörten wir Frank Baumanns Worte zum 320. Jahrestag der Sendlinger Mordweihnacht und zum 100jährigen Bestehen der Historischen Gruppe.
Stadtrat Alexander Reissl beeindruckte mit einer stimmgewaltigen Rede (ohne Mikrofon): Er erinnerte an das Ende des Zweiten Weltkriegs und hob hervor, dass wir in Bayern seither glücklicherweise eine lange Zeit ohne Krieg erleben durften. Zugleich betonte er eindringlich, dass Freiheit und (nationale) Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern erkämpft und in einem ständigen Prozess verteidigt werden müssen.
Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von unserer Blechbläsergruppe mit dem Lied vom ‚Guten Kameraden‘ und natürlich der Bayernhymne.
Den feierlichen Abschluss bildete ein würdevoller Wortgottesdienst von Pastoralreferent Martin Baumeister in der alten Sendlinger Kirche, der mit einem besinnlichen „Stille Nacht“ ausklang.
Diese Gedenknacht war zugleich ein besonderer Meilenstein in eigener Sache: 100 Jahre Historische Gruppe „Schmied von Kochel“ und außerdem die (offiziell) letzte Veranstaltung, die der geschätzte Vereinskamerad Helmut Moosbauer in seiner Funktion als Zugführer anführte – ruhig und souverän wie immer.
Vielen Dank an alle Helfer & Teilnehmer.
© Video von „Wild & Free“ @WilderFreigeist aus München












